Mord-Gedanken
Selbstmord löst keine Probleme, es beendet sie nur. Zumindest die auf dieser Welt.

Wann, wo und wie bringt man sich nun am Geschicktesten um?
Wann?
Die meisten Selbstmorde passieren um Weihnachten rum. Dabei gibt es so viele andere schöne Anlässe. Ostern wäre zum Beispiel ein guter Tag, oder noch passender wäre der Karfreitag. Man könnte auch jeden gewöhnlichen Tag nehmen, was allerdings ziemlich langweilig wäre und auch wesentlich schneller der Vergessenheit anheimfällt.
Wo?
Die meisten Menschen sterben zuhause, da passieren ja bekanntlich auch die meisten Unfälle. Allerdings wäre der Tod zuhause reichlich unspektakulär. Bei der Arbeit wäre gut, das wäre irgendwie heroisch und so richtig deutsch. Nur da finden sie einen zu schnell, denn schon nach fünf Minuten auf dem Klo gilt man dort als vermisst. Von daher ist das wohl keine so gute Idee, zumindest dann nicht wenn man Zeit braucht. Wie viel Zeit man braucht hängt natürlich davon ab wie man sich umbringt. Wenn man den Selbstmord möglichst lange in das Gedächnis seiner Mitmenschen einbrennen möchte, bietet sich eine Veranstaltung an mit viel Publikum. Im Wald ist schlecht, wer weiß wie viel von ihnen noch übrig ist bis man sie findet. Im Sommer stinkt das und zieht außerdem die Fliegen an. Mitten in der Stadt wäre vielleicht nicht schlecht. Mit einem Schild "habe keine Luft mehr zum atmen". Da rennt eh jeder vorbei und es kümmert sich keiner um die, die dort herumsitzen und betteln. Wie lange es wohl dauern würde bis man in einer Kirche gefunden würde? Die sind aber häufig abgeschlossen, das könnte sich daher auch als schwierig erweisen. Vor allem sollte man wissen wann die nächste Messe beginnt. Ein Beichtstuhl wäre hier vielleicht auch nicht schlecht.
Wie?
Aufhängen ist ziemlich unästhetisch, da hängt einem die Zunge heraus und man macht sich möglicherweise noch in die Hose. Die gefühlte Sterbenszeit könnte auch etwas lang sein. Wenn das Genick nicht bricht zappelt man wahrscheinlich noch sehr lange am Strick. Tabletten sind eine saubere Sache, aber es müssen schon die richtigen sein. Eine Überdosis Baldriantabletten führt nur zu Händezittern. Knoblauchkapseln führen bei der benötigten Menge eher zum Erbrechen und mit Merz Spezial Dragees wird es vermutlich auch nicht klappen. Tod durch Autoabgase könnte ebenfalls länger dauern, bedingt durch die immer besser werdenden Katalysatoren. Außerdem sollte man sich beeilen, das Benzin wird immer teurer und die Kosten für diese Art und Weise aus dem Leben zu scheiden könnten unerschwinglich werden. Tod durch Autounfall gefährdet die lieben Mitmenschen, sollte man sich einen Baum aussuchen, besteht die Gefahr das der auch stirbt. Ferner könnte es sein das dieser Selbstmord gar nicht als solcher erkannt oder wahrgenommen wird.

Man denke da nur an Lady Di - mit 180 im Tunnel gegen einen Pfeiler gerast - und was war´s? Mord. Schumacher raste mit 180 schnurgeradeaus an eine Mauer - und was war`s? Eine Panne natürlich, kein Mensch denkt bei sowas an Selbstmord. Kennedy raste kerzengerade in den Ozean - und was war´s? Schlechte Sicht, bedingt durch noch schlechteres Wetter. Also schneller als 180 sollte man vermutlich schon fahren, damit scheiden Autos deren Motorleistung darunter liegt ebenfalls aus.
Tod durch erschießen wird bei den deutschen Waffengesetzen extrem schwierig. Es sei denn man hat Verbindungen zu russischen Militärsoldaten, der Mafia oder sonstigen zwielichtigen Gestalten der Unterwelt. Hier gilt ein Schweizer Taschenmesser schon als Waffe. Nicht in den Mund schießen und wenn dann sollte man die Waffe keinesfalls verziehen. Ich kenne einen Fall wo die Kugel aus der Backe wieder rauskam. Sie hinterließ eine unschöne Narbe und der Mann lebt und säuft immer noch. Sollte man also über eine Waffe verfügen und in Erwägung ziehen sich in den Kopf zu schießen, sollte man dies möglichst nüchtern machen oder zumindest nicht über 1,5 Promille. Tod durch Harakiri ist nur was für Chinesen oder Japaner. Ferner begeht man den nur wenn man tief in seiner Ehre verletzt wurde und sowas hat hier überhaupt kein Mensch mehr.
Sich vor einen Zug zu werfen hinterlässt eine ziemliche Schweinerei. Erstens müssen die Einzelteile aufgesammelt werden und zweitens könnte es sein das einem im Jenseits einige Körperteile fehlen. Ferner ist die deutsche Bahn so unpünktlich, das man eventuell vorher auf den Gleisen festfriert oder gar eines natürlichen Todes stirbt, falls man eine Nebenstrecke erwischt.
Pulsadern aufschneiden, hinterlässt ein ziemliches Blutbad und dürfte kein allzu schöner Anblick sein. Wer Wert auf eine ästhetisch ansprechende Leiche legt sollte davon also lieber Abstand nehmen. Hierbei ist zu bedenken, dass der menschliche Körper bis zu fünf Liter Blut enthält die alle auslaufen, das kann dauern. Von einer Brücke zu springen sieht auch nicht gerade schick aus, außerdem schwierig weil an vielen Brücken Fangnetze sind. Wenn man Pech hat endet es im Rollstuhl. Das gleiche gilt für Hochhäuser, so ein Flug könnte ganz schön lang sein und was einem dann so im Flug alles durch den Kopf geht.....
Tod durch Alkohol als legal erwerbliche Droge
"Füll dich im Winter mit Wodka ab und schlaf auf einer Parkbank ein".
Dumm wäre es allerdings -
1.Wenn das Geld nur für eine Flasche Wodka reicht, man aber mehr davon benötigt.
2.Wenn alle Parkbänke schon belegt sind.
3. Wenn man nun doch wieder aufwacht bevor man Tod ist.
4. Wenn es gelingt die gefrorene Leiche aufzutauen?
Also gründliche Planung sichert den Erfolg. Im Zweifelsfall sollte man
einen Mann fragen, bei denen liegt die Erfolgsquote laut Statistik höher als bei Frauen.
Informationen zum Thema Suizid
Der Suizid wird als Selbstmord oder auch Freitod bezeichnet. Diese Bezeichnungen beinhalten eine moralische Beurteilung. Der Ausdruck Selbstmord gilt eher als feige, kriminalisiert den Toten und tabuisiert die Art und Weise sich freiwillig vom Leben zu verabschieden. Der Ausdruck Freitod ist eher mutig und heroisch und lässt dem Toten seine Würde bzw. erweist ihm Achtung und Respekt. Andererseits enthält der Ausdruck Freitod den Gedanken einer freien Wahl zwischen Leben und Tod. Viele Menschen die sich selbst töten tun dies jedoch weil sie sich in einer ausweglosen Situation sehen. Hier wäre die Entscheidungsfreiheit dann allerdings stark eingeschränkt.
Bezeichnungen wie Selbsttötung oder Suizident klingen eher neutral.
Suizide nach Bundesländern im Jahre 2010
| Platz 1 | NRW | 1.816 |
| Platz 2 | Bayern | 1.727 |
| Platz 3 | Baden-Würtemberg | 1.383 |
| Platz 4 | Niedersachsen | 916 |
| Platz 5 | Hessen | 712 |
| Platz 6 | Sachsen | 636 |
| Platz 7 | Rheinland-Pfalz | 479 |
| Platz 8 | Schleswig-Holstein | 384 |
| Platz 9 | Berlin | 366 |
| Platz 10 | Thüringen | 327 |
| Platz 11 | Sachsen-Anhalt | 305 |
| Platz 12 | Brandenburg | 303 |
| Platz 13 | Hamburg | 219 |
| Platz 14 | Mecklenburg-Vorpommern | 215 |
| Platz 15 | Saarland | 121 |
| Platz 16 | Bremen | 72 |
Fast 12.000 Menschen in der BRD sterben jedes Jahr durch Suizid - mehr als durch Verkehrsunfälle, Verbrechen und Drogen zusammen. Trotzdem hört man davon nicht sehr viel in den Medien. Dieses Thema bleibt schön in der Tabuschublade, denn sonst müsste man sich evtl. mit den Gründen auseinandersetzen und das könnte unbequem werden.
Der Anteil der Frauen liegt weit höher als der bei Männern, allerdings sind die Männer erfolgreicher. Sie haben weit weniger Fehlversuche als die Frauen. Hier können die Frauen möglicherweise doch noch was lernen oder kann es sein, dass es nur daran liegt das mehr Männern als Frauen Zugang zu Waffen haben? In der Statistik 2003
lag erschießen allerdings nicht auf den ersten Platz bei den Tötungsarten.
Von den 11.150 tödlichen Suiziden im Jahr 2003 wurden folgende Todesarten erfasst:
Erhängen/Ersticken 5538
Sturz in die Tiefe 1100
Vergiftung/Medikamente 940
Erschießen 572
Vor Zug oder Auto werfen 556
Abgase ins Auto leiten 216
Quellen: Statistisches Bundesamt
Statista.com